Analoge Produktivität: Neustart ins Bullet Journaling
Wenn ich mein Handy in die Hand nehme, um in meine Todo-App zu schauen, lande ich dabei oft stattdessen in Reddit, Mastodon, YouTube, meinem RSS-Reader oder meiner ReadLater-App. Meine Todos sind grandios gut organisiert und neue lassen sich sehr einfach erfassen - doch erledigt werden nur die wenigsten.
Auch in meiner Freizeit habe ich für fast alles einen Bildschirm vor der Nase. Vor ein paar Tagen kam die Realisierung, dass ich die Bildschirmzeit gern verringern möchte. Beruflich habe ich direkt angefangen, auf handschriftliche Notizen umzustellen. Das hatte den Effekt, dass ich in Meetings viel weniger abgelenkt bin.
In der Vergangenheit hatte ich schon öfter mal ein Bullet Journal geführt und ich bekam Lust, das wieder einzuführen. Für die Arbeit habe ich bereits ein Notizbuch, welches ich weiter benutze, privat habe ich mir diese Woche ein schickes Leuchtturm1917 A5 dotted Notebook gekauft und heute zum Monatsanfang war es dann so weit. Future Logs und Monatsplanungen waren schnell erstellt, danach habe ich die Aufgaben aus meiner Todo-App übertragen. Dabei hab ich aber rigoros weggeworfen, was überhaupt nicht mehr relevant ist. Es ist überraschend wenig übrig geblieben. Ist vielleicht nicht nur ein Vorteil, dass Aufgaben blitzschnell angelegt werden können.
Meine Todo-App ist außerdem voll mit regelmäßigen Routinen (Haushalt, Orga, …). Diese habe ich nicht ins Bullet Journal übernommen. Ich weiß aus der Vergangenheit, wie umständlich das Handling davon ist und ich glaube die waren der Grund dafür, dass mir früher die Lust aufs Bullet Journaling vergangen ist. Ich möchte nur die Sachen in meinem Bullet Journal haben, die mir wirklich wichtig sind und möchte das nicht durch Routinen verwässert haben.
So bin ich heute mit zwei Bullet Journals gleichzeitig gestartet und ich habe echt Bock drauf. Ich verspreche mir davon, weniger abgelenkt zu sein und ich hoffe, dass es mir dabei hilft, die wirklich wichtigen Dinge voranzutreiben und zu erledigen.